Loslassen: Ganz viele bunte Luftballons steigen in den blauen, wolkigen Himmel

Was lässt du los? Was hältst du fest? In diesem Coachingtapa geht um das Thema Loslassen. Es ist wichtig, dass wir loslassen, wenn wir etwas ändern möchten. Es hilft, uns von alten Gewohnheiten, Gedanken, ungebrauchten Dingen zu entlasten. Um dann Platz für Neues zu schaffen. Darüber hinaus führt es zu Gelassenheit und wir spüren mehr Leichtigkeit.

Loslassen hat viele Gesichter und zeigt sich auf unterschiedliche Art und Weise: Im Verabschieden unguter Beziehungen, im Loslassen von Vorstellungen wie etwas zu sein hat, im Wegwerfen und Verschenken überflüssiger Dinge. Wir können Probleme loslassen, statt an ihnen festzuhalten, alte Gewohnheiten sein lassen oder einen sinnlosen Schlagabtausch von Argumenten einfach mal mit Loslassen beenden. Klingt super, oder? Funktioniert auch. Die Krux ist nur: wie? Kannst du dich im Loslassen üben? Ja, das geht und es lohnt sich auch. In diesem Coachingtapa zeige ich dir eine Möglichkeit, wie du das Gefühl des Loslassens erfahren und auf der körperlichen Ebene verankern kannst.

Loslassen einfach machen!

Nimm dir einen kleinen Gegenstand. Einen Ball, ein Wollknäuel oder einen Stein. Die Aufgabe ist einfach: Spüre, dass der Gegenstand fällt, wenn du ihn loslässt.

Nimm den Gegenstand in eine Hand. Das Gefühl oder Signal für Loslassen verankerst du mit deiner anderen Hand. Du drückst einfach Daumen und Zeigefinger gegeneinander – und dann lässt du den Gegenstand los.

Probiere es aus: Wann immer du Daumen und Zeigefinger aneinander drückst, lässt du den Gegenstand los und zu Boden fallen. So oft, bis dir das Loslassen vertraut ist und mit neuer Routine daherkommt. Übe das ruhig an unterschiedlichen Orten, zu unterschiedlichen Zeiten, in unterschiedlichen Kontexten. Daumen und Zeigefinger aneinander drücken – ich lasse los.

Was hilft mir das in  anderen Bereichen?

Oder auch: Wozu das alles? Sobald der leichte Druck von Daumen und Zeigefinger symbolisch verankert ist, stellt er das Gefühl für das Loslassen eines Gegenstandes dar. Nun kannst du beginnen, es ohne das Loslassen eines Gegenstandes auf andere Situationen zu übertragen. Da, wo du dir für dich die Kunst des Loslassens wünscht. Ein guter Einstieg sind Situationen, wo du dich über eine Kleinigkeit ärgerst, also über unbelebte Objekte. Zum Beispiel ein Fleck auf deiner frisch gebügelten Kleidung oder Tischdecke, ein Kratzer, wo er dich stört, Schmutz, obwohl du gerade gewischt hast, ein Geräusch, das dich nervt.

Frage dich: Bin ich bereit, dieses Objekt, dieses Geräusch, diese Störung loszulassen? Bei „Ja“ praktizierst du dein Daumen-Zeigefinger-Signal und lässt los. Ohne Wenn und Aber. Es funktioniert, weil du dein Denken über das Fühlen des Signals unterstützt. Klappt es mit Objekten und kleinen Ärgernissen des Alltags, kannst du anfangen, es auf Menschen und Beziehungen zu übertragen.

Probiere es aus. Verankerungen auf der körperlichen Ebene wirken sehr gut. Denn bei unserer kognitiven Leistung spielen Denken, Sensomotorik, Gefühl und Geist zusammen.

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Herzliche Grüße aus der Sommergasse, bis bald!

Kathrin Kaschura

Meine Lesetipps

  • Tarr, Irmtraud (2003, 4. Aufl.): Loslassen – die Kunst, die vieles leichter macht. Verlag Herder, Freiburg. Zur Leseprobe
  • Simperl, Michael (2005): Lessness: Weniger ist mehr – genieße es. Econ, Düsseldorf/Berlin. Hier geht es zu einem Blog-Artikel des Autors. 
Stark werden durch Loslassen
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