Was ist ein Co-Active Coach?

Coaching ist ein komplexes Berufsbild. Professionelle Coaches müssen fachlich und menschlich viel wissen und können. Derzeit gibt es allein neun Verbände in Deutschland, die sich in ihrer Arbeit ausschließlich auf das Themenfeld Coaching beziehen. Hinzu kommen dreizehn Mischverbände, deren Expertise neben dem Coaching in Bereichen wie Training, Beratung oder Therapie liegt. Der Coaching-Report bietet eine Übersicht über Verbände in Deutschland, Europa und weltweit. Aus dieser Vielfalt resultiert ein undurchsichtiges Angebot an Fortbildungen, Qualifikationen und Zertifizierungen. Vielfalt ist an sich nichts Schlechtes – hat aber zur Folge, dass es schwierig wird, die Qualität einer Fortbildung oder auch die Qualifikation eines Coaches einzuschätzen.

Arbeit nach ethischen Richtlinien

Ich bin zertifizierter Co-Active Coach, genauer Certified Professional Co-Active Coach (CPCC). Eine Qualifikation, mit der in Deutschland nur wenige etwas anfangen können. Hierzulande sind die bekanntesten Coachingmethoden Neurolinguistisches Programmieren (NLP) und Systemisches Coaching. Weltweit betrachtet sieht das anders aus. Co-Active Coaching ist durch die International Coach Federation (ICF), einen der weltweit größten Coachingverbände, zertifiziert. Als Associate Certified Coach (ACC) bin ich auch noch direkt durch den ICF zertifiziert. Dieses Zertifikat muss alle drei Jahre erneuert werden. Der ICF verantwortet die einzigen international anerkannten beruflichen und ethischen Richtlinien für Coaching. International gelten diese Zertifizierungen als die anspruchsvollsten des Marktes.

Was ist das Besondere an der Ausbildung?

  • Internationalität: Ich habe meine komplette Ausbildung als Coach in englischer Sprache absolviert. Es gab Zeiten, da fiel es mir leichter, auf Englisch zu coachen als auf Deutsch.
  • Praxis, Praxis, Praxis: Gleich am ersten Tag, direkt nach der Vorstellungsrunde, haben wir gecoacht. Das ist typisch Co-Active: Raus aus dem Kopf, rein ins Erleben!
  • Diversität: Wir waren ein bunte Mischung von Ländern und Kulturen: Deutschland, Großbritannien, USA, Kanada, Japan, China, Nigeria, Jordanien, Türkei – ich habe sicher einige Nationen vergessen. Das bildet die Diversität internationaler Teams ab. Und diese Vielfalt prägt das Erleben im Coaching: Es lehrt eine unheimliche Flexibilität, ein vorurteilsfreies, offenes Herangehen an Menschen und ihre Themen.
  • Ausbilderinnen: Wir haben eine Vielfalt an Coachingstilen und Persönlichkeiten erlebt. DieTrainerinnen und Trainer haben ein anspruchsvolles, mehrjähriges Programm absolviert und sind als Coaches durch den ICF zertifiziert. Sie haben eine funktionierende Coaching-Praxis und müssen ihre Weiterentwicklung regelmäßig nachweisen.
  • Lehrmethode: Co-Active Coaching wird hauptsächlich durch erfahrungsorientiertes Lernen vermittelt. Input gibt es in Form von kleinen, spezifischen Lerneinheiten. Das wird direkt umgesetzt. Feedback, Lernen, nächste Runde.
  • Authentizität: In allen Coachings, auch in den Demo-Coachings, wird mit authentischen Themen gearbeitet. Dadurch entstehen echte Coaching-Situationen. Die Überzeugung ist: An gespielten Situationen lässt sich Coaching nicht lernen.
  • Netzwerk: Wir wurden herausgefordert, mental und emotional, haben uns unterstützt, waren aufrichtig, ehrlich und verletzlich. Das prägt. Über das gemeinsame Erleben im Workshop hinaus.
  • Positives Menschenbild: „People are naturally creative, resourceful, and whole.“ Das bedeutet: Menschen sind von Natur aus kreativ, einfallsreich und so wie sie sind vollkommen. Das ist der Schlüssel für die Haltung eines Co-Active Coaches.
  • Coachinghaltung: Damit findet das Coaching wirklich unter gleichberechtigten Partnern statt. Beide, Coach und Klient, bringen sich voll und ganz in die Coaching-Beziehung ein. Daraus entsteht für den Klienten die Kraft seiner Transformation.